unterstützen Sie die Frauen von kivu (deutsch)

Die Kivu-Frauen verlangen Frieden und das Ende des Feminizids im Osten der Demokratischen Republik Kongo!

Warum wir, die Bevölkerung, deshalb gegenüber der UNO und unseren Regierungen aktiv werden müssen:

 

 

Seit 1996 gab es mehr als 5 Millionen Tote und mehr als 200 000 vergewaltigte Frauen (durchschnittlich 40 pro Tag)!

Wie kann es sein, dass heutzutage ein solches Blutbad unbemerkt bleibt?

Dies ist dennoch die Realität der versteckten Kriege, die den Osten der Demokratischen Republik Kongo heimsuchen (Kivu, Ituri, …)

Weitere Informationen liefern die folgenden Reportagen:

1) Sonderberichterstattung

2) Internationales Rotes Kreuz

3) Französischsprachige Rede von Doktor Mukwege im Rahmen der Verleihung des Olof Palme-Preises 2008 (Dr. Denis Mukwege ist Chefarzt des Krankenhauses in Panzi/Süd-Kivu).


Die Kivu-Frauen haben genug davon, diese Gewalt zu ertragen. Sie haben einen weltweiten Aufruf gestartet, damit wir alle dazu beitragen, dauerhaften Frieden für die gesamte Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo herzustellen. Die Kivu-Frauen wollen in ihrer Heimat mit ihren Familien in Würde leben können.

Wir fordern, den Feminizid im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu beenden und einen dauerhaften Frieden in der Region der Großen Seen zu etablieren! Wenn Sie diese Forderung teilen, unterzeichnen Sie bitte die folgende Petition und leiten Sie sie in Ihrem Umfeld weiter!

Die wahren Gründe dieser Gewalt 

(Text von einem Unterstützungskollektiv des Aufrufs der ‚Kivu-Frauen für den Frieden’ aus Rennes/Frankreich, hier in deutscher Übersetzung) 

„Dass sehr viele Kongolesen durch Gewalt oder Verwahrlosung zu Tode gekommen sind ?…?, liegt vor allem daran, dass ihre Bodenschätze von vielerlei Seite begehrt werden“, so Colette Braekman in ihrem Buch Les Prédateurs. Die Region ist tatsächlich reich an Kobalt, Gold, Diamant, Columbit-Tantalit (Coltan) und Öl. Braekman fährt fort:

„Nach dem 11. September erscheint es unabdingbar, dass die Ordnung in den ‚banlieues’ dieser Welt wieder hergestellt wird und dass die Großmächte – die USA, Frankreich, Großbritannien – sich dessen annehmen. Zwar sind die Rollen neu verteilt worden und neue Akteure aufgetreten, die Ambitionen jedoch sind die gleichen geblieben und die Interessen der Bevölkerungen werden weiterhin auf den zweiten Rang verwiesen. Das Schicksal dieser umkämpften Region ist beispielhaft für eine nunmehr weltweite Konstellation. Zugleich ist – in Zeiten der Globalisierung – der Widerstand der kongolesischen Völker ebenfalls exemplarisch.“

Vor diesem Hintergrund spielen sich die versteckten Kriege im Osten der Demokratischen Republik Kongo ab. Sie haben zum Ziel, die Bevölkerung aus diesem Landesteil zu vertreiben, damit die Mächte die räuberische Ausbeutung der regionalen Rohstoffe mühelos vorantreiben können. So werden die verschiedenen Gruppen, gleichgültig ob Militär oder Miliz, ob aus dem Aus- oder Inland, kostenlos mit Waffen versorgt. Sie terrorisieren und erniedrigen die lokale Bevölkerung, wobei sie es primär auf die Kinder und vor allem auf die Frauen abgesehen haben; diese sind die ersten Opfer.

In dieser Region werden Vergewaltigungen von Frauen als Kriegsinstrument eingesetzt. Frauen, egal welchen Alters, werden – zumeist in der Öffentlichkeit – in großem Stil vergewaltigt und verstümmelt. Dabei ist das Ziel, sie und ihre Familien von ihrem Grund und Boden zu vertreiben. Indem mit der Frau ein Grundpfeiler der Gesellschaft angegriffen wird, wird tatsächlich auf die Zerstörung der gesamten Region gezielt: Die Bevölkerung wird in die Flucht getrieben, um freien Zugang zu den immensen Mineral-Rohstoffen dieses Landstrichs zu erhalten.

Le collectif rennais de soutien à l’Appel des Femmes du Kivu pour la Paix (Unterstützungskollektiv des Aufrufs der ‚Kivu-Frauen für den Frieden’ aus Rennes/Frankreich): Angola Congo Bretagne (ACB), Mouvement de la Paix, Déclic Femmes, Maison internationale de Rennes, Breizh Africa, Midaf, Amnesty International, UAIR sowie Einzelpersonen.

Kontaktmöglichkeiten per Mail: rennes@mvtpaix.org, ml.kingansi@free.fr, kikakasindi@yayoo.fr